Brief und E-Mail: Welche Anrede ist passend? Vor ein paar Tagen hat Martina Bloch, die Unternehmen bei

Brief und E-Mail: Welche Anrede ist passend? Vor ein paar Tagen hat Martina Bloch, die Unternehmen bei

Vor paar that is ein hat Martina Bloch, die Unternehmen bei der Kundenakquise berat, auf Twitter folgende Frage gestellt: Wie beginnen Sie Ihre E-Mails an Kunden? Sehr geehrte . Guten Tag . Hallo . Liebe .

Der Tweet ist fur mich Anlass, das Thema der richtigen bzw. passenden Anrede in beruflichen e-Mails Briefen that is und aufzugreifen u. a. auch deshalb, weil ich mich selbst manchmal uber Anreden wundere. Der Artikel ist daher bewusst personlich gefarbt, zumal ja die Wahl der passenden Anrede in einem E-Mail oder Brief ist selbstverstandlich immer auch eine Geschmacksfrage ist. Dazu gleich mehr!

Sehr geehrte Frau . bzw. Sehr geehrter Herr .

Wenn Sie mit dem Adressaten Ihres Schreibens (egal, ob es nun ein oder that is brief Mail ist) noch keinen Kontakt hatten, sind Sie mit der Formulierung Sehr geehrte Frau XY bzw. Sehr geehrter Herr XY auf der sicheren Seite. Sie ist namlich hoflich und respektvoll. Wenn Sie diese Anrede wahlen, konnen Sie nichts falsch machen!

Sollten Sie den Namen Ihrer Ansprechperson nicht kennen, schreiben Sie ubrigens am besten Sehr geehrte Damen und Herren. Verwenden Sie diese Anrede aber nur in Ausnahmefallen, genau gesagt dann, wenn es Ihnen unmoglich ist, den Namen Ihres Ansprechpartners herauszufinden. Bequemlichkeit sollte nicht dazu fuhren, ein Mail oder einen Brief an “unbestimmt” zu schicken. Die Chance, dass Ihr Anliegen gehort wird, ist namlich immer gro?er, wenn Ihr Mail oder Brief an eine konkrete Person (und zwar die richtige) adressiert ist.

Liebe Frau . bzw. Lieber Herr .

Auch mit dieser Anrede konnen Sie nicht viel falsch machen. Halten Sie sich aber vor Augen, dass Sie bereits personlicher als Sehr geehrte/r ist. Ich im that is verwende in der Regel Sehr geehrte/r und steige dann, vor allem in Mails, gerne auf Liebe/r um.

Guten Tag, Frau . bzw. Guten Tag, Herr .

Diese Anrede ist sehr gebrauchlich – wie mir scheint, aber vor allem in Deutschland. In meinen (osterreichischen) Ohren klingt sie etwas steif. Ok ist sie aber allemal. Schwieriger ist es schon mit dem osterreichischen Gru? Gott. Manche Menschen finden diese Anrede charmant (ich zahle dazu), andere wiederum lehnen sie radikal ab, weil sie sie wortlich nehmen und den Gottesbezug unangemessen finden.

Hallo, Frau . Hallo, Herr .

Hier scheinen sich die Geister zu scheiden: In dem Ratgeber Briefe und E-Mails gut und richtig schreiben (Duden Verlag) findet sich auf Seite 48 der Hinweis, dass die Anrede Hallo in emails weit verbreitet und durchaus erlaubt ist – und zwar auch unter Geschaftsleuten, die sich siezen, sofern (wichtig!) ihr Umgangston etwas lockerer ist. In Briefen hingegen ist ein Hallo unter Geschaftsleuten nicht ublich.

Ich wurde that is personlich dazu raten, ein Hallo in einem Erstkontakt via Mail zu verwenden. Ich empfinde es als unpassend. Diese Form der Anrede ist mir zu personlich. Ich verwende Hallo ubrigens auch dann nicht, wenn ich mit jemanden bereits langer hin und her maile – es sei denn, wir sind per Du! Jemanden, mit dem ich per Sie container, spreche ich mit Sehr geehrte/r . bzw. Liebe/r . an.

Ausgehend von Martina Blochs Tweet habe ich ubrigens gestern Facebook-Seite that is auf meiner die gestellt, ob ein Hallo in der Anrede eines Kundens beim Erstkontakt in Ordnung ist oder nicht. Die Resonanz auf die Frage war uberwaltigend gro? (an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschon an meine Community!) und der Tenor war eindeutig “nein”. Allerdings wurde auch darauf hingewiesen, dass es auf das Alter des Absenders bzw. Empfangers und die Branche ankommt.

Hi, Frau . Hi, Herr .

Diese Anrede ist sehr salopp und nahe am Du. Wenn Sie jemanden nicht gut und v.a that is richtig. nicht kennen that is personlich wahlen Sie besser eine andere Anrede.

Achten Sie auf die Rechtschreibung, vor allem die Kommas

Nach dem Familiennamen der Empfangerin oder des Empfangers kommt ein Komma. Nach diesem Komma mussen Sie klein weiterschreiben, es sei denn, es folgt ein Hauptwort. Und zwischen der Anrede und dem folgenden Text gehort eine (halbe) Leerzeile. Hier ein Beispiel:

Sehr geehrter Herr Muller,

nachdem wir gestern bereits miteinander telefoniert haben, .

Ob Sie nach dem Hallo bzw. dem Guten Tag ein Komma setzen wollen, wenn noch that is dann title Ihrer Ansprechperson folgt, bleibt Ihnen uberlassen (siehe die Antwort von Dr. Bopp).

Drei Tipps zum Schluss

  • Stimmen Sie die Anrede auf die Empfangerin bzw. den Empfanger Ihres Mails oder Briefes ab. Je besser Sie einander kennen, desto lockerer darf die Anrede sein.
  • Wenn Sie sich unsicher sind, welche Anrede passend ist, greifen Sie lieber zu einer etwas formlicheren Anrede. Mit Sehr geehrte Frau XY bzw. Sehr geehrter Herr XY konnen Sie nichts machen that is falsch.
  • Haben Sie im Auge, dass die Wahl der Anrede, immer etwas that are auch Sie aussagt.

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Abbildungsnachweis (Bild oben): Shutterstock.com: Bildnummer: 164265626, Urheberrecht: 3DDock

Nicole Heusser (Montag, 02 September 2013 14:06)

Ich habe die Diskussion die diesem Blogbeitrag vorangegangen ist, auf Twitter mit Interesse verfolgt. Allerdings stellte mir that is sich eine ganz andere Frage.

Auf Twitter etc. ist es ja ublich, Fans, additionally auch (potentielle) Kunden auf der eigenen Fanseite mit “Du” anzusprechen.

Eine Strategie die ich nicht verfolge, bzw. elegant umgehe, indem ich all meine Postings auf English verfasse, da dies auch passend zu meinem Angebot ist, da ich mal eine Umfrage bei meinen Kunden machte (mit denen ich nur in Ausnahmefallen per Du bin) und ich weiss, dass dieser “saloppe” Umgangston bei meiner Kundschaft eher nicht ankommt (vorwiegend Business English).

Wieso man that is regt einerseits auf uber eine “Hallo” Anrede im Email, duzt aber andererseits auf Fanpages mal auf’s Geratwohl?

Und wenn diese Fans dann tatsachlich Kunden werden, werden diese auch einfach geduzt? Da scheint es in meinen Augen eine Diskrepanz zu geben 🙂

Huberta Weigl (Montag, 02 2013 14:18 september)

Dieser Einwand ist absolut berechtigt. Und ja, auf Englisch stellt sich dieses Problem in der Tat nicht!

Ich habe lange gezogert, meine Fans auf Facebook zu duzen. Zuerst war ich per Sie, dann habe ich mit Querstrich (Du/Sie) gepostet, letztendlich bin ich aber zum Du ubergangen, weil es mir fur die Schreibwerkstatt stimmig erscheint.

Ich mache auf Facebook ubrigens die Erfahrung, dass man sich in PNs oder beim Erstkontakt abseits des Internets dann durchaus siezt.

Zu dem Thema “Du oder Sie auf Facebook” habe ich auf der Website der Social-Media-Werkstatt einen Blog-Artikel geschrieben: >> http://www.social-media-werkstatt.at/2013/02/09/du-oder-sie/

Ich werde den Link gleich noch in den Blogartikel packen.

Danke fur den kritischen Einwand und herzlichen Gru? Huberta (Weigl)

Nicole Heusser (Montag, 02 September 2013 14:36)

Danke fur den zweiten Link!

Das mit dem Querstrich finde ich ubrigens fur Twitter eine gute Losung, werde ich mir merken, falls ich doch wieder mal etwas auf Deutsch mochte that https://pbs.twimg.com/media/EAFq1ylVUAAs9Pw.jpg” alt=”LDS Dating-Seiten”> is posten meiner Fanseite.

Ich finde das ein sehr spannendes Phanomen, da hier doch irgendwie noch zwei Welten aufeinander prallen, auch bei mir!

Herzlichen Gruss zuruck, Nicole

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